Coq au Crémant

15 Jahre Zorra. FÜNFZEHN Jahre voller leckeren Rezepten wie diesem, jenem oder das abgefahrene hier! Nach grade mal 16 Monaten Bei Freunden weiß ich jetzt wohl wieviel Arbeit, Zeit und auch Geld es bedeutet, den Blog regelmäßig zu füttern. Um das Ganze tatsächlich über so viele Jahre hinweg zu betreiben ist auch einiges an Disziplin von Nöten! Jetzt hat sich Zorra für ihren Teenie-Geburtstag etwas Besonderes ausgedacht und ruft zum Huhn-oder-Ei-Event auf. Das kommt nicht von ungefähr: Das allererste Blogevent hatte nämlich ein ganz ähnliches Motto.
Ich bin ein Fan von Eiern! Alles wird besser mit einem weichgekochten Exemplar (wie auch beim Fleisch: Achtet bitte auf die Herkunft! Glückliche Hühner legen bessere Eier!) oder einem knusprig gebackenen Spiegelei. Seit meine Schwiegereltern fünf fleißige Hennen ihr Eigen nennen, werden wir auch regelmäßig mit einem bunt gefüllten Eierkarton beschenkt. Und so wollte ich eigentlich ein Rezept beisteuern, bei dem das Ei die Hauptrolle spielt. Aber dann wurden die geschmorten Hähnchenteile so überaus köstlich, dass ich mich umentschieden habe.
Serviert unbedingt ein gutes Brot dazu. Die Sauce ist so verdammt lecker, dass man den noch so kleinsten Rest damit aufwischen will!

Für die Brühe und Marinade (am Vortag beginnen)

  • 1 kleiner Freilauf-Bauernhahn (1,2 kg)
  • 1 Gemüsezwiebel, halbiert mit Schale
  • 2 Selleriestangen in groben Stücken
  • 1 EL Öl
  • 2 L Wasser
  • Salz
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Nelken
  • 2 Ecken Sternanis
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 TL Pfefferkörner
  • 1/2 TL Fenchelsamen
  • 400 ml Crémant

Für den Schmorsud:

  • 2 EL Mehl
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • 20 gr Butterschmalz
  • 700 gr Schalotten
  • 1 EL Zucker
  • 3 Salbeizweige
  • 400 ml Hühnerbrühe
  • 2 Lorbeerblatt
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 200 gr Sahne

Für die Einlage:

  • 4 knackige, säuerliche Äpfel (Braeburn)
  • 20 gr Butter
  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Cidre- oder Apfelessig

  1. Brust und Keulen von der Karkasse schneiden. Karkasse in Öl 3 Minuten anbraten. Mit Wasser ablöschen. Gemüse, Lorbeer und etwas Salz dazu und 5 Stunden (nach 2 Stunden Pfaffenstückchen von der Karkasse puhlen und wegsnacken!) auf niedriger Hitze köcheln lassen. Anschließend absieben.
  2. Nelken, Pfeffer, Fenchel, Anis und Knoblauch im Mörser grob zerstoßen. Das Fleisch mit der Mischung einreiben und mit dem Crémant in einem Gefrierbeutel einen Tag im Kühlschrank marinieren.
  3. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Brust und Keulen aus der Marinade nehmen, Gewürze abwaschen und gut trocken tupfen. Von allen Seiten salzen und mehlieren. In einer großen, backofengeeigneten Pfanne das Butterschmalz erhitzen und das Fleisch von beiden Seiten anbraten. Aus der Pfanne nehmen und die Schalotten anbraten. Auch aus der Pfanne nehmen. Zucker hell karamellisieren und mit der abgesiebten Marinade ablöschen. Auf die Hälfte einkochen lassen. 400 ml Brühe und Sahne dazu geben und erneut einkochen lassen. Schalotten wieder in den Sud geben und 3 Minuten mit köcheln lassen. Keulen mit der Hautseite nach oben in die Pfanne setzen und 45 Minuten im Ofen garen. Brust nach 25 Minuten mit dazu geben (viel kürzere Garzeit).
  4. In der Zeit die Äpfel waschen, entkernen und in Spalten schneiden. In Butter anbraten, mit Zucker karamellisieren und mit Essig ablöschen. Warmhalten.
  5. Mit gutem Baguette und Apfelspalten servieren.

2 Comments

  1. Das sieht fantastisch aus, ich kann verstehen, dass du umgeschwenkt bis. Wobei wenn du noch was mit Eier machen willst, bis zum 15. ist noch Zeit. 😉 Danke für die lieben Worte. Ich kann es auch kaum glauben, dass ich schon im 15. Blogjahr bin. Dieser Event ist übrigens erst aufwärmen für den richtigen Geburtstag, der ist erst im Herbst. 😉

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