Zweierlei Matjes

Hände hoch, wer mag Matjes? Diese “besonders milden, vor Erreichen der Geschlechtsreife verarbeiteten Heringe, die im traditionellen Verfahren durch fischeigene Enzyme in einer Salzlake gereift werden” (Quelle: Wikipedia) sind ja nicht jedermanns Sache. Grade die Optik schreckt so manchen Fisch-Neuling ab. Wie gut, dass von den gräulich angelaufenen Heringsfilets in den cremigen Saucen nicht mehr viel zu erkennen ist.
Dazu knusprige Bratkartoffeln und ich bin im Matjes-Himmel!

Für die Grundsauce:

  • 1 Ei
  • 1 EL Senf
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Saft und Schalenabrieb einer Bio-Zitrone
  • 200 ml Sonnenblumen- oder Rapsöl
  • 200 gr Schmand
  • 120 gr Schlagsahne
  • 200 gr Joghurt
  • 5 Matjes-Doppelfilets

Für die Currysauce:

  • Hälfte der Grundsauce
  • daumengroßes Stück Ingwer, sehr fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, sehr fein gehackt
  • 1 kleine Schalotte, sehr fein gehackt
  • 1 EL Ghee
  • 1 EL aromatisches Madras-Currypulver
  • 100 ml Orangensaft
  • 100 gr rote Trauben, halbiert
  • 8 Blättchen Minze, gehackt
  • 1 EL Koriander, gehackt

Für die Hausfrauensauce:

  • Hälfte der Grundsauce
  • 1 säuerlicher Apfel, fein gewürfelt (80 gr)
  • 2 Gewürzgurken, fein gewürfelt (60 gr)
  • 1 Schalotte, sehr fein gehackt
  • 1 EL gehackter Liebstöckel
  • 2 EL gehackter Dill
  1. Das Ei, den Senf, Zitrone und etwas Salz in einen hohen, schmalen Mixbecher geben. Öl ebenfalls einfüllen und den Mixstab direkt auf den Boden des Bechers stellen. Während des Mixens langsam nach oben ziehen und dabei alles emulgieren lassen. Abschmecken. Mit den restlichenZutaten der Grundsauce (bis auf den Matjes) verrühren, Matjesflossen entsorgen und die Filets klein schneiden. Ebenfalls unter die Sauce rühren und kaltstellen.
  2. Für die Curry-Variante werden Knoblauch, Zwiebel und Schalotte in Ghee angeschwitzt. Currypulver dazu und anrösten bis es duftet. Anschließend mit Orangensaft ablöschen und auf die Hälfte reduzieren. Etwas abkühlen lassen und anschließend unter die Hälfte der Grundsauce mischen. Restliche Zutaten unterheben.
  3. Für die Hausfrauensauce werden einfach alle Zutaten und die übrige Grundsauce gemengt.
  4. Dazu passen wie die Faust aufs Auge: Frisches, dick geschnittenes Bauerbrot, Bratkartoffeln oder in Butter geschwenkte Salzkartoffeln.

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