Aprikosen-Schaumkusstarte mit Frangipane

Ich habe großartige Schwiegereltern! Sie sind nicht nur für ihren großartigen Sohn verantwortlich, sie haben auch noch einen ziemlich großartigen Aprikosenbaum im Garten. Großartigerweise sind sie von der Schwemme an saftigen und super reifen Früchten etwas überfodert und ich bekomme kistenweise Prachtexemplare. Manche mit ein paar Druckstellen, aber alle mit einem sagenhaften Geschmack! Und wie die duften… Ein Traum!
Marmelade mit Tonkabohne (sehr lecker!) wurde gekocht, Essig und Likör angesetzt und diverse Kuchen gebacken. Dieser war besonders gut. Deswegen habe ich das Rezept für euch aufgeschrieben und empfehle euch, die Tarte nachzubacken.
Die Schaumkussmasse ist sehr großzügig bemessen. Ich habe, wie ihr im letzten Bild sehen könnt, aus den Mürbeteigabschnitten und der übrigen Masse noch 16 kleine Schokoküsse gemacht <3

Mürbeteigboden

  • 125 gr Butter zimmerwarm
  • 125 gr Zucker
  • Prise Salz
  • 200 gr Mehl

  1. Alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig vermischen. In einem Gefrierbeutel flach drücken und eine Stunde (bis 2 Tage) kaltstellen.
  2. Auf etwas Mehl dünn ausrollen und eine Tarteform (26 cm) auslegen und für 1 Stunde (bis 1 Woche) in den Tiefkühler stellen. Damit erspart man sich das blindbacken.
  3. In dem auf 190 Grad vorgeheizten Ofen 15 Minuten backen und abkühlen lassen. In der Zeit die Frangipanemasse anrühren.

Frangipane

  • 60 gr Butter
  • 60 gr Mandeln gemahlen
  • 1 EL Vanilleextrakt
  • 60 gr Zucker
  • 1 Eigelb (L)
  • 1 Prise Salz

  1. Alle Zutaten cremig schlagen und auf den vorgebackenen Boden streichen. Bei 180 Grad 10 Minuten backen.

Aprikosenpüree

  • 250 gr Aprikosen, gewaschen und entkernt
  • 65 gr Zucker
  • 15 gr gesalzenen Butter
  • 25 ml Licor 43

  1. Den Zucker hell karamellisieren, Butter und Likör dazu und sich auflösen lassen. Aprikosen mit in den Topf und unter rühren aufkochen lassen.
  2. 20 Minuten sanft köcheln lassen bis die Aprikosen zerfallen.
  3. Alles fein pürieren und auf den Kuchen geben.

Schaummasse (reicht für die Tarte und 16 kleine Schaumküsse)

  • 2 Blatt Gelatine, in kaltem Wasser eingeweicht
  • 70 gr Holunderblütengelee
  • 100 g Eiweiß
  • 170 g Zucker
  • 80 g Wasser
  • 20 g Reissirup oder klarer Grafschafter Sirup

  1. Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
  2. Zucker, Sirup und Wasser bis 120 Grad aufkochen. Bei 115°C das Eiweiß anfangen zu schlagen. Wenn der Zuckersirup fertig ist, muss er in einem dünnen Strahl in das Eiweiß laufen. Währendessen weiter schlagen.
  3. Gelatine etwas ausdrücken und noch feucht mit dem Gelee bei kleiner Hitze auflösen und mit in die Eiweißmasse laufen lassen. Nach 5 Minuten weiterem Schlagen ist die Masse auf etwas abgekühlt und glänzend.
  4. In den Spitzbeutel mit 10er Lochtülle füllen und unterschiedlich große Tupfen auf die Tarte spritzen.

Finish

  • 2-3 frische Aprikosen
  • ein Zeig frische Zitronenmelisse
  • 50 gr weiße Kuvertüre

  1. Die Schokolade schmelzen und die Tarte damit besprenkeln.
  2. Aprikosen waschen, entkernen und in Spalten schneiden. Mit den Melisseblättchen zwischen die Tupfen setzen.

2 Comments

  1. Wow, die Tarte mit den kleinen Schaumkuss-Bergen drauf ist ja schon rein optisch eine Augenweide! Frage: Hat es einen bestimmten Grund, dass Du Reissirup für die Schaummasse nimmst, oder ist der auch austauschbar z. B. mit Honig, Agavendicksatft etc.?

    Grüße
    Kai

    • Moin Kai!
      Eigentlich gehört Glucosesirup in eine solche Masse, den hatte ich allerdings nicht im Haus ? deswegen gab ich auf den Reissirup zurückgegriffen und das hat funktioniert. Mit Agavendicksaft und Honig habe ich leider keine Erfahrung, würde es aber eher mit der hellen Goldsaft-Version versuchen, falls es um die einfachere Beschaffung geht. Die Zuckerzusammensetzung ist ja grade beim Honig eine ganz andere…
      Liebe Grüße!

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