Geschmorte Aubergine mit Schwarzem Knoblauch und Kakao

Zugegeben: Es sieht nicht besonders attraktiv aus. Jan jedenfalls schaute eher skeptisch, als er meinen Teller sah (Auberginen findet er aber auch eh grundsätzlich eher weniger gut). Auch der Blick auf die Zutatenliste klang etwas beunruhigend. Kakaopulver, Sirup und fermentierten Knoblauch vermischen? Hmmmm…. Aber diese ungewöhnlich Kombination wird es nicht ohne Grund in Ottolenghis wirklich empfehlenswertes Kochbuch NOPI (eigentlich bin ich von allen seinen Kochbüchern begeistert) geschafft haben.

Ich hatte Auberginen, schwarzen Knoblauch, Kakao und Pinienkerne. Allerdings fehlten mir der fette Joghurt, Granatapfelsirup, Harissa und die getrockneten Chiliflocken „Isot Biber“. Ich ersetzte diese Zutaten mit den Dingen, die ich eigentlich immer im Haus habe: Schmand, irgendeinen selbstgekochten Sirup, Sirachasauce und Gochugaru (koreanische Chiliflocken).

Für das Fladenbrot habe ich ein Rezept aus dem Backbuch Brot backen in Perfektion von Lutz Geißler gewählt. Ergänzt habe ich um einen großen Löffel Anstellgut aus dem Kühlschrank. Das gibt ordentlich Aroma. Außerdem bestreute ich es mit Schwarzkümmelsamen. Ich liebe diese kleinen Dinger. Sie verwandeln ungefähr jede Backware in einen orientalischen Fladen.

Traut euch! Es war großartigst! Kräftige Aromen im Dressing, herrlich kühl-cremiger Dip und dazu noch das frische Fladenbrot. So gut, dass ich es gleich wieder machen will!

Auberginen

  • 5 Auberginen
  • 90 ml Olivenöl (Ottolenghi nimmt 120 ml)
  • grobes Meersalz
  • 2 EL Thymian-Cranberry-Sirup (Ottolenghi nimmt Granatapfel-Sirup)
  • 50 g schwarzer Knoblauch (fermentierter Knoblauch)
  • 50 ml Olivenöl
  • 1,5 TL Sriracha oder Harissa
  • Chiliflocken nach Geschmack (bei mir Gochugaru)
  • 1/2 TL Salz (oder etwas weniger)
  • 1/2 TL Kakaopulver
  • 2,5 EL Zitronensaft (Saft von 1,5 Zitronen)
  • Salz, Pfeffer
  • 400 g Naturjoghurt (Ottolenghi nimmt 150 g fetten Joghurt)
  • 200 g Schmand
  • 2 EL Pinienkörner

  1. Die Auberginen in fingerlange Spalten schneiden, mit Olivenöl und Meersalz würzen (Im Buch wird außerdem gepfeffert, ich mag den Pfeffer immer lieber frisch daüber gemahlen und backe ihn ungern mit). Für ca 30 Minuten in den auf 220° vorgeheizten Ofen schieben. Die Auberginen sollen danach schön weich sein.
  2. Alle Zutaten für das Dressing mit dem Blender oder einfach mit dem Mixstab fein mixen. Die Auberginen noch heiß vorsichtig mit der Sauce vermischen. Die Auberginenstücke sollen sich dabei nicht zerfallen. Alle Stücke sollen am Ende gleichmäßig mit der Sauce überzogen sein.
  3. Joghurt und Schmand cremig rühren und die Pinienkerne anrösten.
  4. Die Auberginen mindestens 1 Stunde durchziehen lassen. Auf einer Servierplatte ein paar Esslöffel Creme verteilen. Die Auberginenstücke darauflegen, mit etwas Olivenöl beträufeln, Pinienkerne und Basilikum darüberstreuen.

Ingredients

  • 575 g Weizenmehl 550
  • 390 gr Wasser
  • 12 g Salz
  • 0,4 g Hefe (mit der Löffelwaage abwiegen)
  • 25 g Olivenöl
  • 1 EL Anstellgut (meine Ergänzung)
  • 2 EL Schwarzkümmel (meine Ergänzung)
  • Olivenöl zum Bestreichen

  1. Alle Zutaten mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät mit Knethaken 5 Minuten kneten.
  2. 24 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen, dabei alle 8 Stunden dehnen und falten. Ich nahm es dabei nicht so genau, ob es nun 9 Stunden oder 7 sind, war meinem Teig ziemlich egal…
  3. Teig auf ein Backpapier geben, mit Olivenöl bestreichen, mit den Fingern nach Belieben eindrücken und Schwarzkümmel darauf verteilen.
  4. Teig eine Stunde gehen lassen und Ofen auf 230 Grad vorheizen. 25-30 Minuten backen.

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