Mohnstriezel

Das Osterwochenende naht. Keine Frage, auch hier wird fürs Familienfrühstück gebacken. Natürlich habe ich schon einige gute Zopfrezepte ausprobiert. Am Anfang meiner Hefebackwaren-Karriere waren es die Chefkochrezepte, die mich regelmäßig zum Verzweifeln brachten. Viel Hefe, warme Milch und dann in den Backofen zum Gehenlassen… all diese „Tipps“ führten zu fiesen Hefebacksteinergebnissen. Mit der Zeit und vor allem durch die wunderbaren Anleitungen vom Plötzblog lernte ich schnell dazu und backe nun eigentlich all unsere Backwaren selbst. Besonders gern hab ich einen flaumigen Hefezopf zum Sonntagsfrühstück.

Für euch habe ich etwas an meinem Lieblingsbrötchenrezept geschraubt. Erhöhte die Zuckermenge drehte am Hefe-Mehlverhältnis und schenkte dem Teig Eigelb und Butter. Wichtig ist, dass Milch und Butter richtig kalt sind. Ich schneide die Butter dafür in Würfel und gebe sie für 20 Minuten in den Gefrierschrank. Durch das lange Kneten (sehr wichtig für die Kleberentwicklung) wird der Teig warm und Milch und Butter würden mit ihrem Fett bei zu hoher Teigtemperatur die Teigkonsistenz negativ beeinflussen.

Ich habe den Teig hier mit einer Mohnfülle zubereitet. Aber der Teig ist auch perfekt für einen einfachen Zopf geeignet. Ich habe die doppelte Teigmenge zubereitet und eine Hälfte ungefüllt geflochten. Der einfach Zopf braucht bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) ca. 25 Minuten.

Teig

  • 450 gr Mehl Typ 550
  • 275 gr kalte Milch
  • 1 Eigelb (L)
  • 10 gr Salz
  • 2 gr Trockenhefe oder 12 gr Frischhefe
  • 55 gr Zucker
  • 10 gr Weizenanstellgut (wie hier nur mit Weizenmehl 550)
  • 3 gr Backmalz enzymaktiv (oder ein TL Honig, aber mit Malz wirds fluffiger)
  • 50 gr eiskalte Butter
  • 2 EL Holunderblüten- oder Aprikosengelee zum Glasieren

  1. Alle Zutaten bis auf die Butter zusammen mit dem Teigkneter drei Minuten langsam vermischen und anschließend auf Stufe 2 zehn Minuten verkneten. Die eiskalte Butter in kleinen Stücken während dem Kneten hinzufügen und nochmal zehn Minuten weiterkneten. Mit Folie abdecken und drei Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.
  2. Zu einem Rechteck ausrollen, mit Füllung bestreichen und vorsichtig  (die Füllung ist recht weich) von der Längsseite aufrollen. Halbieren, ineinander verschlingen und in eine gefettete 20 cm Kastenform geben.
  3. Einen Tag (im Kühlschrank) oder über Nacht (bei ca. 18-20 Grad) auf doppelte Größe aufgehen lassen. Am Morgen rausholen, eine Stunde Zimmertemperatur annehmen lassen und dann den Ofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen, die Form einschieben und direkt einen Schluck Wasser auf den Ofenboden kippen, sofort die Tür schließen und ca. 60 Minuten backen. Falls die Oberfläche zu schnell bräunt mit einem Stück Alufolie abdecken.
  4. Nach dem Backen das Gelee erhitzen und den Strietzel mit dem flüssigen Gelee einpinseln.

Füllung

  • 100 gr Mohn, gemahlen
  • 100 gr Haselnüsse
  • 125 gr Zucker
  • 150 gr Wasser
  • Saft und Schale einer Orange
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Vanilleextrakt
  • 20 gr Speisestärke
  • 1 Eigelb
  • 100 gr Speisequark 40 % Fett

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  1. Die Haselnüsse im vorgeheizten Ofen bei 190 Grad 7-10 Minuten rösten, die Haut grob abrubbeln und im Mixer fein mahlen. Ihr könnt auch gern fertig gemahlene Nüsse nehmen, aber ich mag lieber die frisch gerösteten.
  2. Das Wasser mit dem Zucker unter Rühren aufkochen, vom Herd nehmen und alle Zutaten bis zur Speisestärke untermischen. Abkühlen lassen.
  3. Stärke, Eigelb und Quark unterrühren und quellen lassen bis der Teig gegangen ist.

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